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	<title>Kommentare für MartinSpieler.ch - Der Schweizer Wirtschaftsblog</title>
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		<title>Kommentar zu UBS muss Obergrenze für Risiken, Boni und Verluste einführen von rhein-main</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/ubs-muss-obergrenze-fur-risiken-boni-und-verluste-einfuhren/20110919/comment-page-1#comment-16076</link>
		<dc:creator>rhein-main</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 12:28:13 +0000</pubDate>
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		<description>Der Chef der Schweizer Großbank UBS, Oswald Grübel, ist zurückgetreten. Das teilte die Schweizer Großbank am Samstag in Zürich mit. Der Verwaltungsrat habe Grübels Rücktrittsgesuch angenommen, hieß es in einer Mitteilung. Na das hat aber lange gedauert. Wie kann es denn sein, dass einzelne Händler eine Bank und damit uns alle um 2 Milliarden Euro schädigen können, ohne, dass das Management dies überhaupt merkt. Die ganze Bankenaufsicht müsste auch noch entlassen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chef der Schweizer Großbank UBS, Oswald Grübel, ist zurückgetreten. Das teilte die Schweizer Großbank am Samstag in Zürich mit. Der Verwaltungsrat habe Grübels Rücktrittsgesuch angenommen, hieß es in einer Mitteilung. Na das hat aber lange gedauert. Wie kann es denn sein, dass einzelne Händler eine Bank und damit uns alle um 2 Milliarden Euro schädigen können, ohne, dass das Management dies überhaupt merkt. Die ganze Bankenaufsicht müsste auch noch entlassen werden.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Alarmstimmung auf dem Schweizer Finanzplatz von M. Schmid</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/alarmstimmung-auf-dem-schweizer-finanzplatz/20110905/comment-page-1#comment-12266</link>
		<dc:creator>M. Schmid</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 16:20:47 +0000</pubDate>
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		<description>Wer davon ausging, das nach dem UBS-Abkommen Ruhe einkehrt, ist ein Narr. Es stand von Beginn weg grdz, dass es sich um einen Eröffnungsschlag handelte. Durch die gewonnenen Daten der UBS konnten weitere Banken und Personen aufgespürt werden. Wenn die USA weitere Informationen bekommen, bekommen sie Zugang zu weiteren Banken, Vermögensverwalter und „Steueroasen“. Durch die Klagedrohung gegen die Banken treiben die USA Steuerhinterzieher in die Fänge der US Behörden. Diese geben ihren Beratern und Banken die Schuld. Schon gibt es weitere Gründe, die Banken anzuklagen.

Die USA bestehen auf die Herausgabe der Daten. Die IRS kann sich keine Schwäche leisten. Sonst landen die Verantwortlichen vor der senatorischen Inquisition (auch Senatsausschuss genannt). Dazu kommt, dass die Daten zu wertvoll sind. Auch politisch könnten sie von der Regierung verwendet werden. Vielleicht helfen sie im Kampf gegen die eigenen Steueroasen. Die wussten sich bisher gut zu wehren. Wenn es entsprechend delikate Informationen gibt, ob direkt von Schweizer Banken, oder indirekt durch diese, können sie gegen den politischen Gegner verwendet werden. Weil sie eigene Steueroasen schützten. Die einheimischen Steueroasen kommen unter Druck, ihre Förderer aus der Wirtschaft ebenfalls. Ein mächtiges Instrument bei einer realen Arbeitslosigkeit von 15-17 %, immer mehr Menschen die ihr Haus verlieren, sinkende Löhne, rekordhohe Konzerngewinne, top verdienende Manager, die teilweise mehr erhalten als die Konzerne mit Spitzen Gewinne an Steuern an den Staat abliefern. Eine mächtige Waffe im Präsidentschaftswahlkampf.

Da die Regierung angeschlagen ist, weil es an Arbeitsplätzen und Wohlstand mangelt, bieten wir ein interessantes Ablenkungsmanöver. Das Treiben unserer Banken, basierend auf unseren Gesetzen, ergäbe einen netten Schlachtruf, um gegen die heimischen Steueroasen, sowie Konzerne und Superreichen vorzugehen, die ihre Interessen sehr gut zu vertreten wissen.

Wenn wir den USA eine Gelegenheit geben, gegen uns vorzugehen, wird sich der Konflikt ausweiten. Senator Levin will uns seit geraumer Zeit an den Kragen. Hier geht es um die Besteuerung von Konzernen. Konzerne, die ihren Ursprung in den USA haben, jetzt aber von unserem „aktiven Steuersystem“ profitieren, während die eigenen Staatsfinanzen blank sind. Interessenverbände von KMU haben sich bereits mit Levin zusammengetan. Und die haben unter der Immobilienkrise schwer gelitten, dass sie viel von ihrem Vermögen in diesen investierten, sie kommen schwerer an Kredite und der mangelhafte Konsum schadet ihnen. Da der Mittelstand ohnehin bereits gefährdet ist, haben die ein vitales Interesse, den Konflikt auszudehnen.

Wir sind den USA nicht nur wegen ihrer generellen Macht unterliegen. In der Sache selbst sind wir unterlegen. Die USA gehen innerhalb ihres Rechtssystems gegen Schweizer Banken vor, die US Gesetze brachen. Wenn sie verurteilt werden, besteht der Staat zu Recht darauf, dass das Urteil umgesetzt wird. Nun kommt die Schweiz und sagt: &quot;Stopp, das Bankgeheimnis verbietet das!&quot; Nun kommt es zum Konflikt zwischen zwei Rechtssystemen und somit Staaten. Da die Schweiz und die USA Demokratien und Rechtsstaaten sind, versteht es sich, dass das andere Rechtssystemen respektiert wird. Da dem so ist, kommt nun die Moral ins Spiel. Da die Schweizer Banken und/oder ihre Vertreter falsch verhielten, haben die USA die Moral auf ihrer Seite. Sie können mit gutem Gewissen gegen uns vorgehen. Nicht dass die Amerikaner ein gutes Gewissen haben müssen. Sie haben die Macht auf ihrer Seite und es ist bekannt, dass die USA Internationales Recht beugen und gelegentlich brechen.

Ich kann mir gut vorstellen, wie Personen die gerade ihr Haus verloren haben, jeden Cent umdrehen müssen, deren Kreditkarten nicht mehr funktionieren, die kein Bankkonto mehr erhalten und viele die um ihre Arbeit und ihren bescheidenen Wohlstand (US Mittelstand und Schweizer Mittelstands nicht dasselbe) fürchtet, auf unser Stoppschild reagiert. Das gibt der Politik den nötigen Rückhalt. Und in Europa finden sich genug verbündete, um uns weiter zu schaden. In Asien, Lateinamerika und anderen Regionen gibt es kaum jemanden, der sich für uns verwendet. Wir stehen alleine da.

Um das Bankgeheimnis gegenüber den USA zu retten, brauchen wir eine Abgeltungssteuer. Diese müssen wir teuer erkaufen. Denn unser Bankgeheimnis knacken die USA mit Fatca. Dieser bürokratischer Albtraum liquidierte die Margen unserer Banken. Daher hatten sie keine Eile und können entsprechende Forderungen stellen.

Was das Bankgeheimnis generell angeht, gibt es gegenwärtig Bemühungen in der OECD, dass Daten ausgehändigt werden müssen, wenn sie für die Besteuerung relevant sind. Somit muss weder Steuerbetrug auf Steuerhinterziehung vorhanden sein. Dazu soll das Rechte auf Einsicht von betroffenen Personen in „Ausnahmefällen“ aufgehoben werden. Dabei sollen die anfragenden Staaten die Möglichkeit erhalten, das zu verlangen. Auch heute können in der Schweizer aufgrund bestimmte kriminelle Tätigkeiten eine Akteneinsicht verhindert werden. Das führt natürlich dazu, dass die betreffenden Personen sich nicht zur Wehr setzen können. Ihre Daten gehen an die anderen Staaten, die ihre Ermittlungen fortführen oder zu Ende bringen, um sie dann vor Gericht zu stellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer davon ausging, das nach dem UBS-Abkommen Ruhe einkehrt, ist ein Narr. Es stand von Beginn weg grdz, dass es sich um einen Eröffnungsschlag handelte. Durch die gewonnenen Daten der UBS konnten weitere Banken und Personen aufgespürt werden. Wenn die USA weitere Informationen bekommen, bekommen sie Zugang zu weiteren Banken, Vermögensverwalter und „Steueroasen“. Durch die Klagedrohung gegen die Banken treiben die USA Steuerhinterzieher in die Fänge der US Behörden. Diese geben ihren Beratern und Banken die Schuld. Schon gibt es weitere Gründe, die Banken anzuklagen.</p>
<p>Die USA bestehen auf die Herausgabe der Daten. Die IRS kann sich keine Schwäche leisten. Sonst landen die Verantwortlichen vor der senatorischen Inquisition (auch Senatsausschuss genannt). Dazu kommt, dass die Daten zu wertvoll sind. Auch politisch könnten sie von der Regierung verwendet werden. Vielleicht helfen sie im Kampf gegen die eigenen Steueroasen. Die wussten sich bisher gut zu wehren. Wenn es entsprechend delikate Informationen gibt, ob direkt von Schweizer Banken, oder indirekt durch diese, können sie gegen den politischen Gegner verwendet werden. Weil sie eigene Steueroasen schützten. Die einheimischen Steueroasen kommen unter Druck, ihre Förderer aus der Wirtschaft ebenfalls. Ein mächtiges Instrument bei einer realen Arbeitslosigkeit von 15-17 %, immer mehr Menschen die ihr Haus verlieren, sinkende Löhne, rekordhohe Konzerngewinne, top verdienende Manager, die teilweise mehr erhalten als die Konzerne mit Spitzen Gewinne an Steuern an den Staat abliefern. Eine mächtige Waffe im Präsidentschaftswahlkampf.</p>
<p>Da die Regierung angeschlagen ist, weil es an Arbeitsplätzen und Wohlstand mangelt, bieten wir ein interessantes Ablenkungsmanöver. Das Treiben unserer Banken, basierend auf unseren Gesetzen, ergäbe einen netten Schlachtruf, um gegen die heimischen Steueroasen, sowie Konzerne und Superreichen vorzugehen, die ihre Interessen sehr gut zu vertreten wissen.</p>
<p>Wenn wir den USA eine Gelegenheit geben, gegen uns vorzugehen, wird sich der Konflikt ausweiten. Senator Levin will uns seit geraumer Zeit an den Kragen. Hier geht es um die Besteuerung von Konzernen. Konzerne, die ihren Ursprung in den USA haben, jetzt aber von unserem „aktiven Steuersystem“ profitieren, während die eigenen Staatsfinanzen blank sind. Interessenverbände von KMU haben sich bereits mit Levin zusammengetan. Und die haben unter der Immobilienkrise schwer gelitten, dass sie viel von ihrem Vermögen in diesen investierten, sie kommen schwerer an Kredite und der mangelhafte Konsum schadet ihnen. Da der Mittelstand ohnehin bereits gefährdet ist, haben die ein vitales Interesse, den Konflikt auszudehnen.</p>
<p>Wir sind den USA nicht nur wegen ihrer generellen Macht unterliegen. In der Sache selbst sind wir unterlegen. Die USA gehen innerhalb ihres Rechtssystems gegen Schweizer Banken vor, die US Gesetze brachen. Wenn sie verurteilt werden, besteht der Staat zu Recht darauf, dass das Urteil umgesetzt wird. Nun kommt die Schweiz und sagt: &#8220;Stopp, das Bankgeheimnis verbietet das!&#8221; Nun kommt es zum Konflikt zwischen zwei Rechtssystemen und somit Staaten. Da die Schweiz und die USA Demokratien und Rechtsstaaten sind, versteht es sich, dass das andere Rechtssystemen respektiert wird. Da dem so ist, kommt nun die Moral ins Spiel. Da die Schweizer Banken und/oder ihre Vertreter falsch verhielten, haben die USA die Moral auf ihrer Seite. Sie können mit gutem Gewissen gegen uns vorgehen. Nicht dass die Amerikaner ein gutes Gewissen haben müssen. Sie haben die Macht auf ihrer Seite und es ist bekannt, dass die USA Internationales Recht beugen und gelegentlich brechen.</p>
<p>Ich kann mir gut vorstellen, wie Personen die gerade ihr Haus verloren haben, jeden Cent umdrehen müssen, deren Kreditkarten nicht mehr funktionieren, die kein Bankkonto mehr erhalten und viele die um ihre Arbeit und ihren bescheidenen Wohlstand (US Mittelstand und Schweizer Mittelstands nicht dasselbe) fürchtet, auf unser Stoppschild reagiert. Das gibt der Politik den nötigen Rückhalt. Und in Europa finden sich genug verbündete, um uns weiter zu schaden. In Asien, Lateinamerika und anderen Regionen gibt es kaum jemanden, der sich für uns verwendet. Wir stehen alleine da.</p>
<p>Um das Bankgeheimnis gegenüber den USA zu retten, brauchen wir eine Abgeltungssteuer. Diese müssen wir teuer erkaufen. Denn unser Bankgeheimnis knacken die USA mit Fatca. Dieser bürokratischer Albtraum liquidierte die Margen unserer Banken. Daher hatten sie keine Eile und können entsprechende Forderungen stellen.</p>
<p>Was das Bankgeheimnis generell angeht, gibt es gegenwärtig Bemühungen in der OECD, dass Daten ausgehändigt werden müssen, wenn sie für die Besteuerung relevant sind. Somit muss weder Steuerbetrug auf Steuerhinterziehung vorhanden sein. Dazu soll das Rechte auf Einsicht von betroffenen Personen in „Ausnahmefällen“ aufgehoben werden. Dabei sollen die anfragenden Staaten die Möglichkeit erhalten, das zu verlangen. Auch heute können in der Schweizer aufgrund bestimmte kriminelle Tätigkeiten eine Akteneinsicht verhindert werden. Das führt natürlich dazu, dass die betreffenden Personen sich nicht zur Wehr setzen können. Ihre Daten gehen an die anderen Staaten, die ihre Ermittlungen fortführen oder zu Ende bringen, um sie dann vor Gericht zu stellen.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Die Bluttat in Norwegen von M. Schmid</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/die-bluttat-in-norwegen/20110725/comment-page-1#comment-7064</link>
		<dc:creator>M. Schmid</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 11:33:56 +0000</pubDate>
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		<description>Tatsächlich ist die Polarisierung der Politik ein Nährboden für Extremisten. Das trifft nicht nur auf Rechtsradikale zu, in gleichem Masse auch auf linksradikale, sowie religiöse Extremisten. Wenn Toleranz verloren geht – was in der Schweiz zunehmend der Fall ist – bieten Extremisten eine Gemeinschaft, in der sich Leute, die sich schlecht behandelt oder Bedroht fühlen, wohl fühlen. Dort bekommen sie vermeintliche Sicherheit. Ihnen wird gesagt, dass nur diese eine Position richtig ist und die anderen für die Probleme verantwortlich sind. Die kompromisslose Haltung suggeriert Stärke. Ihnen wird die Verantwortung für eigene Probleme abgenommen. Das betrifft nicht nur vergangene Taten, die ihren aktuellen gesellschaftlichen Status erschufen, sondern auch die eigene Leistungen und Entbehrungen um die Zukunft zu bewältigen. Bei den Extremisten wird ihnen gesagt, dass es eine einfache Lösung gibt. Diese gibt nicht. Von nichts kommt nichts. Jede Problemlösung hat Nachteile. Sie erfordert Aufwand und/oder Entbehrungen. Und niemand will Nachteile hinnehmen; besonders wenn sich ein Mensch bereits schlecht behandelt fühlt – oder auch bedroht fühlt. Personen, die nicht verstehen, dass sie für ihren Wohlstand arbeiten und sich entwickeln müssen, sind leichte Beute. Die einzige Möglichkeit Extremismus einzudämmen sind starke liberale Kräfte. Wie in der Schweiz fehlen diese oft. Es fehlt ein Initiativgeist. Nur wer glaubhaft machen kann, dass er die Probleme angeht, kann die Menschen in einer Demokratie gewinnen. Und wenn jene, die Lösungen haben, dazu nicht im Stande sind, ist ihre Lösung wertlos. Das sollten besonders die Mittparteien in unserem Land endlich lernen. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sowie die Glaubwürdigkeit in ihr, ist wichtig. Ehrlichkeit ist nötig. Dazu gehört es auf möglich Fehlentwicklungen und Probleme offen hinzuweisen. Um die Angst der Menschen zu nehmen, muss ein Plan da sein, wie diese angegangen werden können. Dafür benötigen sie charismatische Persönlichkeit. Man kann sich über die Personalisierung der Politik aufregen, aber sie ist wichtig. Der Erfolg diverser Parteien und Bewegungen rund um den Globus beweisen das. Menschen identifiziert sich besser mit Personen, als mit einer Sache oder einer Idee an sich. Menschen sind emotionale Wesen und im Dschungel von Einflüssen, die auf die Menschen einwirken, muss man hervorstechen. Die gemässigten Kräfte sind somit Mitschuld, dass Extremisten Zulauf gewinnen. Leider ist es in einer freien Gesellschaft unmöglich, solche Dinge mit absoluter Sicherheit zu verhindern. Dafür wäre eine Informationsbeschaffung notwendig, welche die Freiheit der Bürger erheblich einschränkt. Leider gibt die Freiheit Extremisten den Spielraum, den sie brauchen, um im Verborgenen operieren zu können, oder ihre Ideologie zu verbreiten. Mit der Verbreitung müssen wir wahrscheinlich leben. Das Internet lässt uns keine Wahl. Und ich bin kein Freund davon, dass Behörden das Recht erhalten, jemand einfach aufgrund seiner Meinungsäusserung zu verhaften. Ausgenommen sind natürlich der Aufruf oder Ankündigungen von entsprechenden Straftaten. Die mangelnden Kompetenzen unserer Nachrichtendienste ist durchaus beängstigend. Auch mangelt es an den Möglichkeiten, Lockvögel anzubieten, verdeckte Ermittler einzuschleusen, sowie am Schutz für Withelblower. Aber solche Dinge verleihen nur geringe Medienpräsenz. Besonders wenn Wahlkampf ist, wird sich niemand mit dem trockenen Politalltag beschäftigen. Traurige Wahrheit ist: die meisten Politiker sind Politiker, weil sie Politiker sein wollen. Es geht ihnen nicht um das Wohl der Allgemeinheit. Am wichtigsten ist es für Sie, dass Sie wieder gewählt werden. Ein politisches Amt bringt Verbandspositionen, Verwaltungsratssitze und Beziehungen in Wirtschaft und Verwaltung, die für das eigene Unternehmen Gold wert sein können. So sagen sie, was die Menschen hören wollen, anstatt dass sie für ihre Überzeugungen eintreten und die Führungsrolle einnehmen, welche Politik einnehmen sollte. Auch das nährt den Extremismus. Denn die Politiker scheren auf das Geschrei gewisser Elemente ein und überbieten sich gegenseitig. Was heute Hart ist, ist Morgen weich, so ist ein weiter Schritt nötig. Der Eigennutz der Politik – Rechts, linkst und Mitte – ist ebenfalls für den zunehmenden Extremismus verantwortlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tatsächlich ist die Polarisierung der Politik ein Nährboden für Extremisten. Das trifft nicht nur auf Rechtsradikale zu, in gleichem Masse auch auf linksradikale, sowie religiöse Extremisten. Wenn Toleranz verloren geht – was in der Schweiz zunehmend der Fall ist – bieten Extremisten eine Gemeinschaft, in der sich Leute, die sich schlecht behandelt oder Bedroht fühlen, wohl fühlen. Dort bekommen sie vermeintliche Sicherheit. Ihnen wird gesagt, dass nur diese eine Position richtig ist und die anderen für die Probleme verantwortlich sind. Die kompromisslose Haltung suggeriert Stärke. Ihnen wird die Verantwortung für eigene Probleme abgenommen. Das betrifft nicht nur vergangene Taten, die ihren aktuellen gesellschaftlichen Status erschufen, sondern auch die eigene Leistungen und Entbehrungen um die Zukunft zu bewältigen. Bei den Extremisten wird ihnen gesagt, dass es eine einfache Lösung gibt. Diese gibt nicht. Von nichts kommt nichts. Jede Problemlösung hat Nachteile. Sie erfordert Aufwand und/oder Entbehrungen. Und niemand will Nachteile hinnehmen; besonders wenn sich ein Mensch bereits schlecht behandelt fühlt – oder auch bedroht fühlt. Personen, die nicht verstehen, dass sie für ihren Wohlstand arbeiten und sich entwickeln müssen, sind leichte Beute. Die einzige Möglichkeit Extremismus einzudämmen sind starke liberale Kräfte. Wie in der Schweiz fehlen diese oft. Es fehlt ein Initiativgeist. Nur wer glaubhaft machen kann, dass er die Probleme angeht, kann die Menschen in einer Demokratie gewinnen. Und wenn jene, die Lösungen haben, dazu nicht im Stande sind, ist ihre Lösung wertlos. Das sollten besonders die Mittparteien in unserem Land endlich lernen. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sowie die Glaubwürdigkeit in ihr, ist wichtig. Ehrlichkeit ist nötig. Dazu gehört es auf möglich Fehlentwicklungen und Probleme offen hinzuweisen. Um die Angst der Menschen zu nehmen, muss ein Plan da sein, wie diese angegangen werden können. Dafür benötigen sie charismatische Persönlichkeit. Man kann sich über die Personalisierung der Politik aufregen, aber sie ist wichtig. Der Erfolg diverser Parteien und Bewegungen rund um den Globus beweisen das. Menschen identifiziert sich besser mit Personen, als mit einer Sache oder einer Idee an sich. Menschen sind emotionale Wesen und im Dschungel von Einflüssen, die auf die Menschen einwirken, muss man hervorstechen. Die gemässigten Kräfte sind somit Mitschuld, dass Extremisten Zulauf gewinnen. Leider ist es in einer freien Gesellschaft unmöglich, solche Dinge mit absoluter Sicherheit zu verhindern. Dafür wäre eine Informationsbeschaffung notwendig, welche die Freiheit der Bürger erheblich einschränkt. Leider gibt die Freiheit Extremisten den Spielraum, den sie brauchen, um im Verborgenen operieren zu können, oder ihre Ideologie zu verbreiten. Mit der Verbreitung müssen wir wahrscheinlich leben. Das Internet lässt uns keine Wahl. Und ich bin kein Freund davon, dass Behörden das Recht erhalten, jemand einfach aufgrund seiner Meinungsäusserung zu verhaften. Ausgenommen sind natürlich der Aufruf oder Ankündigungen von entsprechenden Straftaten. Die mangelnden Kompetenzen unserer Nachrichtendienste ist durchaus beängstigend. Auch mangelt es an den Möglichkeiten, Lockvögel anzubieten, verdeckte Ermittler einzuschleusen, sowie am Schutz für Withelblower. Aber solche Dinge verleihen nur geringe Medienpräsenz. Besonders wenn Wahlkampf ist, wird sich niemand mit dem trockenen Politalltag beschäftigen. Traurige Wahrheit ist: die meisten Politiker sind Politiker, weil sie Politiker sein wollen. Es geht ihnen nicht um das Wohl der Allgemeinheit. Am wichtigsten ist es für Sie, dass Sie wieder gewählt werden. Ein politisches Amt bringt Verbandspositionen, Verwaltungsratssitze und Beziehungen in Wirtschaft und Verwaltung, die für das eigene Unternehmen Gold wert sein können. So sagen sie, was die Menschen hören wollen, anstatt dass sie für ihre Überzeugungen eintreten und die Führungsrolle einnehmen, welche Politik einnehmen sollte. Auch das nährt den Extremismus. Denn die Politiker scheren auf das Geschrei gewisser Elemente ein und überbieten sich gegenseitig. Was heute Hart ist, ist Morgen weich, so ist ein weiter Schritt nötig. Der Eigennutz der Politik – Rechts, linkst und Mitte – ist ebenfalls für den zunehmenden Extremismus verantwortlich.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Einheitliche Regeln im Strafvollzug von dominik Lehner</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/einheitliche-regeln-im-strafvollzug/20110704/comment-page-1#comment-6783</link>
		<dc:creator>dominik Lehner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 09:56:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=699#comment-6783</guid>
		<description>Ich gehe einig mit Ihnen, dass einheitliche Regeln im Strafvollzug der Schweiz gut bekämen - weitgehend gibt es solche schon, im Schweizerischen Strafgesetzbuch, und in konkordatlichen Richtlinien. Aber auch ein Bundesgesetz über den Strafvollzug wäre m.E. erstrebenswert im Sinne der Vereinheitlichung. Allerdings gehen da die Meinungen auseinander, denn es bestehen - wie überall - auch Nachteile einer bundesgesetzlichen Regelung, nämlich die Trägheit des Systems bei Änderungsbedarf, eine &quot;Verpolitisierung&quot; durch die Einwirkung der eidg. Räte als Gesetzgeber und schliesslich der Aufteilung der Legiferierung (beim Bund) und der Vollzugskompetenz (bei den Kantonen). Die übrigen Ausführungen, betr. Handschellen und elektronischer Fessel und insbesondere die Aussage, dass es im Umgang mit gemeingefährlichen Tätern keinen Spielraum geben dürfe, zeugen lediglich von gravierender Unkenntnis des Fachbereichs. So taugen die Fussfesseln z.B. gar nicht zur Fluchtverhinderung, da sie jederzeit mit Leichtigkeit entfernt werden können. Der Vergleich von Roman Polanski und Jean Louis B ist ohnehin offensichtlich unqualifiziert. Der Umgang mit gemeingefährlichen Straftätern ist v.a. deshalb schwierig, weil fast jeder in anderer Weise und unter anderen Umständen gefährlich ist - oder es vielleicht auch nur war und gar nicht mehr ist. Nur im Kino ist &quot;das Böse&quot; klar zu erkennen, und zwar weil es der Regisseur oder Drehbuchautor so will, denn sonst baut sich weniger Spannung auf. Professionelles Risk Assessment bei Straftätern, die schwere Delikte verübt haben, ist eine äussest schwierige Aufgabe, die der Gesetzgeber seit 2007 interdisziplinären Fachkommissionen übertragen hat. Haben Sie schon einmal versucht, das Wetter für heute in einem Monat vorherzusagen. Sie werden vielleicht die Temperaturen einigermassen schätzen können, aber zu sagen ob es regnet oder nicht, wird schon sehr spekulativ, da packen Sie den Schirm lieber schon einmal ein. Und wenn Sie auch nur einigermassen Verlässlichkeit suchen, arbeiten Sie wie die Profis der Meteologie mit verschiedenen Modellen. Es erstaunt mich immer wieder, dass Menschen sich öffentlich zu Themen äussern, ohne sich die Mühe zu machen, vorher eine Sache verstehen zu wollen - Quellen dazu gibt es genug. Alles andere wird rasch zu polemischer Stimmungsmache, gerade im emotional behafteten Sicherheitsbereich. Da liegt der Verdacht nahe, dass mancher absichtlich nicht verstehen will.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe einig mit Ihnen, dass einheitliche Regeln im Strafvollzug der Schweiz gut bekämen &#8211; weitgehend gibt es solche schon, im Schweizerischen Strafgesetzbuch, und in konkordatlichen Richtlinien. Aber auch ein Bundesgesetz über den Strafvollzug wäre m.E. erstrebenswert im Sinne der Vereinheitlichung. Allerdings gehen da die Meinungen auseinander, denn es bestehen &#8211; wie überall &#8211; auch Nachteile einer bundesgesetzlichen Regelung, nämlich die Trägheit des Systems bei Änderungsbedarf, eine &#8220;Verpolitisierung&#8221; durch die Einwirkung der eidg. Räte als Gesetzgeber und schliesslich der Aufteilung der Legiferierung (beim Bund) und der Vollzugskompetenz (bei den Kantonen). Die übrigen Ausführungen, betr. Handschellen und elektronischer Fessel und insbesondere die Aussage, dass es im Umgang mit gemeingefährlichen Tätern keinen Spielraum geben dürfe, zeugen lediglich von gravierender Unkenntnis des Fachbereichs. So taugen die Fussfesseln z.B. gar nicht zur Fluchtverhinderung, da sie jederzeit mit Leichtigkeit entfernt werden können. Der Vergleich von Roman Polanski und Jean Louis B ist ohnehin offensichtlich unqualifiziert. Der Umgang mit gemeingefährlichen Straftätern ist v.a. deshalb schwierig, weil fast jeder in anderer Weise und unter anderen Umständen gefährlich ist &#8211; oder es vielleicht auch nur war und gar nicht mehr ist. Nur im Kino ist &#8220;das Böse&#8221; klar zu erkennen, und zwar weil es der Regisseur oder Drehbuchautor so will, denn sonst baut sich weniger Spannung auf. Professionelles Risk Assessment bei Straftätern, die schwere Delikte verübt haben, ist eine äussest schwierige Aufgabe, die der Gesetzgeber seit 2007 interdisziplinären Fachkommissionen übertragen hat. Haben Sie schon einmal versucht, das Wetter für heute in einem Monat vorherzusagen. Sie werden vielleicht die Temperaturen einigermassen schätzen können, aber zu sagen ob es regnet oder nicht, wird schon sehr spekulativ, da packen Sie den Schirm lieber schon einmal ein. Und wenn Sie auch nur einigermassen Verlässlichkeit suchen, arbeiten Sie wie die Profis der Meteologie mit verschiedenen Modellen. Es erstaunt mich immer wieder, dass Menschen sich öffentlich zu Themen äussern, ohne sich die Mühe zu machen, vorher eine Sache verstehen zu wollen &#8211; Quellen dazu gibt es genug. Alles andere wird rasch zu polemischer Stimmungsmache, gerade im emotional behafteten Sicherheitsbereich. Da liegt der Verdacht nahe, dass mancher absichtlich nicht verstehen will.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Harter Franken erfordert harte Fitnesskur von Keller</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/harter-franken-erfordert-harte-fitnesskur/20110628/comment-page-1#comment-6683</link>
		<dc:creator>Keller</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 19:52:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=693#comment-6683</guid>
		<description>Der starke Franken und das Gejammer.

Wieso offerieren die CH-Firmen ihre Produkte nicht in SFR.? Jeder Exporteur soll in der Landeswährung offerieren. Wenn jemand ein gutes Produkt made in Switzerland will, weiss er, dass es seinen Preis hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der starke Franken und das Gejammer.</p>
<p>Wieso offerieren die CH-Firmen ihre Produkte nicht in SFR.? Jeder Exporteur soll in der Landeswährung offerieren. Wenn jemand ein gutes Produkt made in Switzerland will, weiss er, dass es seinen Preis hat.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Extremisten müssen wirksam überwacht werden von M. Schmid</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/extremisten-mussen-wirksam-uberwacht-werden/20110509/comment-page-1#comment-5610</link>
		<dc:creator>M. Schmid</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2011 15:04:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=662#comment-5610</guid>
		<description>Die Polizei muss dringend entlastet werden. Viele Aufgaben, die sie erfüllen, erfordern nicht die Gänze ihrer Ausbildung. Es ist kein Polizist erforderlich, um einer Meute von Chaoten bei einer Demonstration oder nach Sportereignissen entgegenzutreten. Auch könnte die Polizei bei Patrouillen am Wochenende durch Hilfstruppen unterstützt werden. Die Frage ist, wie diese Hilfstruppen organisiert werden. Das könnte eine Art staatlicher Sicherheitsdienst sein – eine Polizei zweiter Klasse; oder wir setzen das Militär dafür ein. Wir schaffen eine Gruppe von Berufssoldaten – eine paramilitärische Einheit, welche die Aufgabe hat, die Polizei zu unterstützen. Die Soldaten in dieser paramilitärischen Einheit werden entsprechend geschult. Bevor sie die Ausbildung antreten, gibt es eine intensive psychologische Begutachtung. Ich weiss, dass sich das Militär schlecht anhört und Paramilitär klingt noch viel schlimmer. Aber es sollen keine Söldnern, sondern Bürger unseres Landes sein – ohne Straftaten, psychisch dazu geeignet. Bei uns gibt es gelegentlich Grossanlässe, bei denen wir das Militär dazu holen müssen. Somit ist dieser Vorschlag nicht ganz neu. Es gibt für ein kleines Land kaum eine Option dazu. Deshalb sollten wir uns darauf Dauerhaft einstellen und für Professionalität sorgen. Natürlich müssten deren Kompetenzen klar geregelt sein und darauf beschränkt sein, die Polizei zu unterstützen. Jeder polizeiliche Einsatz müsste von der Polizei geleitet sein. Kein Hilfstruppen dürfte alleine operieren- es müsste immer ein „kommandierende“ Polizist dabei sein.

Es ist sehr überraschend/überhaupt nicht überraschend, das obwohl viele Leute im Islam eine Bedrohung sehen, nicht die nötigen gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, um die Leute zur Rechenschaft zu ziehen, die wirklich eine Gefahr darstellen. Es ist leichter sich allgemein zu beschweren und auf einer Gruppe herumzuhacken. Und natürlich ist es wesentlich komplizierter, die wahrhaften Gefahren auszumachen und sie dann zu neutralisieren. Dazu gehören Gesetze, welche den Bürgern nicht gefallen. Wenn eine Person entsprechendes Material mitführt, müssen Ermittlungen, Hausdurchsuchung und Verhör möglich sein. Es müsste eine enge Abstimmung zwischen Polizei und Nachrichtendiensten geben, da unsere Nachrichtendienste nur beschränkte Ressourcen haben. Wir sind keine Supermacht. Wir können uns keine Technologien und Apparate leisten, wie es die Amerikaner oder die Briten tun. Ausserdem gefällt mir der Gedanke besser, dass die Polizei sich um diese Leute kümmert, als Organisationen die in Grauzonen arbeiten und deren Aktivitäten auch vor der Öffentlichkeit verborgen werden, indem man den Vorhang der „nationalen Sicherheit“ zieht.

Wenn wir die wirklich gefährlichen Personen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen, dann schaffte der Staat Vertrauen bei den Menschen. Sie sehen, dass nicht alle Leute einer bestimmten Gruppe eine Bedrohung darstellen. Solange den Behörden die Hände gebunden sind, sodass zwielichtige Gestalten öffentlich arbeiten können, besteht ein ständiges Misstrauen. Vielleicht liegt das sogar im Interesse gewisser politischer Kräfte. Eine weitere Massnahme, um extremistischen islamischen Organisationen entgegenzutreten, ist voller Transparenz, was die Finanzierung von diesen und anderen Organisationen angeht. Alle religiösen Gruppen und auch alle Verbände und Parteien sollen ihre Finanzen offenlegen. Ihnen soll es nicht gestattet sein, ihre Finanzierung geheimzuhalten. So wäre es sehr leicht, an deren Finanzströme heranzukommen. Sicher könnte man Hinweise finden, woher Gelder wirklich kommen, wenn man annehmen muss, dass die Bücher friesirt sind. Und wenn alle Organisationen ihre Finanzen offen legen müssen, ist es politisch nicht heikel. Es ist ohnehin ein Unding, dass es nicht so ist. Besonders wenn sich die Organisationen in der Politik betätigen. Die Geldquellen zu kontrollieren ist die beste Möglichkeit, Extremisten den Hahn abzudrehen.

Man sollte auch überlegen, ob man ein gesetzlicher Artikel oder ein Verfassungsartikel verfasst, welcher Organisationen klar verbietet, die zu Gewalt aufrufen. Wir sollten auch über eine offene schwarze Liste von Organisationen nachdenken, welche Personen beherbergen, welche zu Gewalt aufrufen. Weitere Kriterien müssen zur Aufnahme auf diese Liste führen. Dazu sollten alle Kontakte zu Gewalt legitimierenden Kreisen gehören. Die Kriterien, wer auf diese Liste kommt, müssten öffentlich sein und es muss jeder Organisation begründet werden, warum sie auf der Liste sind. So könnte sich diese Organisation zur Wehr setzen und eine öffentliche Diskussion kann folgen. Wir müssen Extremisten aus ihrer Deckung zwingen. Auch um jene zu schützen, die nicht zu diesen Leuten gehören und sie davor bewahren, sich einer dieser Organisationen anzuschliessen. Leider informieren sich die Leute nicht immer gut, wem sie sich anschliessen. Die Revolution in Nordafrika hat gezeigt, was mit „Öffentlichkeit“ bewegt werden kann. Geheimnistuerei hilft diesen Leuten, da unbescholtene fürchten, ebenfalls im Visier zu sein, sodass sie sich Extremisten anschliesse, weil sie vermeintlich stark sind. Extremisten Arbeiten mit der Angst. Nur so können sie Macht erhalten. Wenn angehöriger eine Gruppe und die „Kritiker“ dieser ihre Angst verlieren, gehen die Extremisten unter. Die meisten Menschen wollen frei sein und anderen ihre Freiheit lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Polizei muss dringend entlastet werden. Viele Aufgaben, die sie erfüllen, erfordern nicht die Gänze ihrer Ausbildung. Es ist kein Polizist erforderlich, um einer Meute von Chaoten bei einer Demonstration oder nach Sportereignissen entgegenzutreten. Auch könnte die Polizei bei Patrouillen am Wochenende durch Hilfstruppen unterstützt werden. Die Frage ist, wie diese Hilfstruppen organisiert werden. Das könnte eine Art staatlicher Sicherheitsdienst sein – eine Polizei zweiter Klasse; oder wir setzen das Militär dafür ein. Wir schaffen eine Gruppe von Berufssoldaten – eine paramilitärische Einheit, welche die Aufgabe hat, die Polizei zu unterstützen. Die Soldaten in dieser paramilitärischen Einheit werden entsprechend geschult. Bevor sie die Ausbildung antreten, gibt es eine intensive psychologische Begutachtung. Ich weiss, dass sich das Militär schlecht anhört und Paramilitär klingt noch viel schlimmer. Aber es sollen keine Söldnern, sondern Bürger unseres Landes sein – ohne Straftaten, psychisch dazu geeignet. Bei uns gibt es gelegentlich Grossanlässe, bei denen wir das Militär dazu holen müssen. Somit ist dieser Vorschlag nicht ganz neu. Es gibt für ein kleines Land kaum eine Option dazu. Deshalb sollten wir uns darauf Dauerhaft einstellen und für Professionalität sorgen. Natürlich müssten deren Kompetenzen klar geregelt sein und darauf beschränkt sein, die Polizei zu unterstützen. Jeder polizeiliche Einsatz müsste von der Polizei geleitet sein. Kein Hilfstruppen dürfte alleine operieren- es müsste immer ein „kommandierende“ Polizist dabei sein.</p>
<p>Es ist sehr überraschend/überhaupt nicht überraschend, das obwohl viele Leute im Islam eine Bedrohung sehen, nicht die nötigen gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, um die Leute zur Rechenschaft zu ziehen, die wirklich eine Gefahr darstellen. Es ist leichter sich allgemein zu beschweren und auf einer Gruppe herumzuhacken. Und natürlich ist es wesentlich komplizierter, die wahrhaften Gefahren auszumachen und sie dann zu neutralisieren. Dazu gehören Gesetze, welche den Bürgern nicht gefallen. Wenn eine Person entsprechendes Material mitführt, müssen Ermittlungen, Hausdurchsuchung und Verhör möglich sein. Es müsste eine enge Abstimmung zwischen Polizei und Nachrichtendiensten geben, da unsere Nachrichtendienste nur beschränkte Ressourcen haben. Wir sind keine Supermacht. Wir können uns keine Technologien und Apparate leisten, wie es die Amerikaner oder die Briten tun. Ausserdem gefällt mir der Gedanke besser, dass die Polizei sich um diese Leute kümmert, als Organisationen die in Grauzonen arbeiten und deren Aktivitäten auch vor der Öffentlichkeit verborgen werden, indem man den Vorhang der „nationalen Sicherheit“ zieht.</p>
<p>Wenn wir die wirklich gefährlichen Personen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen, dann schaffte der Staat Vertrauen bei den Menschen. Sie sehen, dass nicht alle Leute einer bestimmten Gruppe eine Bedrohung darstellen. Solange den Behörden die Hände gebunden sind, sodass zwielichtige Gestalten öffentlich arbeiten können, besteht ein ständiges Misstrauen. Vielleicht liegt das sogar im Interesse gewisser politischer Kräfte. Eine weitere Massnahme, um extremistischen islamischen Organisationen entgegenzutreten, ist voller Transparenz, was die Finanzierung von diesen und anderen Organisationen angeht. Alle religiösen Gruppen und auch alle Verbände und Parteien sollen ihre Finanzen offenlegen. Ihnen soll es nicht gestattet sein, ihre Finanzierung geheimzuhalten. So wäre es sehr leicht, an deren Finanzströme heranzukommen. Sicher könnte man Hinweise finden, woher Gelder wirklich kommen, wenn man annehmen muss, dass die Bücher friesirt sind. Und wenn alle Organisationen ihre Finanzen offen legen müssen, ist es politisch nicht heikel. Es ist ohnehin ein Unding, dass es nicht so ist. Besonders wenn sich die Organisationen in der Politik betätigen. Die Geldquellen zu kontrollieren ist die beste Möglichkeit, Extremisten den Hahn abzudrehen.</p>
<p>Man sollte auch überlegen, ob man ein gesetzlicher Artikel oder ein Verfassungsartikel verfasst, welcher Organisationen klar verbietet, die zu Gewalt aufrufen. Wir sollten auch über eine offene schwarze Liste von Organisationen nachdenken, welche Personen beherbergen, welche zu Gewalt aufrufen. Weitere Kriterien müssen zur Aufnahme auf diese Liste führen. Dazu sollten alle Kontakte zu Gewalt legitimierenden Kreisen gehören. Die Kriterien, wer auf diese Liste kommt, müssten öffentlich sein und es muss jeder Organisation begründet werden, warum sie auf der Liste sind. So könnte sich diese Organisation zur Wehr setzen und eine öffentliche Diskussion kann folgen. Wir müssen Extremisten aus ihrer Deckung zwingen. Auch um jene zu schützen, die nicht zu diesen Leuten gehören und sie davor bewahren, sich einer dieser Organisationen anzuschliessen. Leider informieren sich die Leute nicht immer gut, wem sie sich anschliessen. Die Revolution in Nordafrika hat gezeigt, was mit „Öffentlichkeit“ bewegt werden kann. Geheimnistuerei hilft diesen Leuten, da unbescholtene fürchten, ebenfalls im Visier zu sein, sodass sie sich Extremisten anschliesse, weil sie vermeintlich stark sind. Extremisten Arbeiten mit der Angst. Nur so können sie Macht erhalten. Wenn angehöriger eine Gruppe und die „Kritiker“ dieser ihre Angst verlieren, gehen die Extremisten unter. Die meisten Menschen wollen frei sein und anderen ihre Freiheit lassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>Kommentar zu Deutsche Politiker verlangen Abschaltung von AKW Beznau von Thomas Stäubli</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/deutschland-fordert-abschaltung-von-beznau/20110405/comment-page-1#comment-5073</link>
		<dc:creator>Thomas Stäubli</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 14:32:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=618#comment-5073</guid>
		<description>Dossiers verknüpfen ist immer eine sinnvolle Idee, wenn man bei verschiedenen Dossiers nicht weiterkommt. Insbesondere bei der deutschen Blockaden gegen Kloten und dem Steuerdossier bietet sich dieses Vorgehen an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dossiers verknüpfen ist immer eine sinnvolle Idee, wenn man bei verschiedenen Dossiers nicht weiterkommt. Insbesondere bei der deutschen Blockaden gegen Kloten und dem Steuerdossier bietet sich dieses Vorgehen an.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Die Diskussion über die Sicherheit von Atomkraftwerken muss neu geführt werden von Peter Metzinger</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/die-diskussion-uber-die-sicherheit-von-atomkraftwerken-muss-neu-gefuhrt-werden/20110314/comment-page-1#comment-4173</link>
		<dc:creator>Peter Metzinger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 14:58:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=589#comment-4173</guid>
		<description>Ich konnte es nicht glauben, aber tatsächlich steht auf der Seite der AKW-Betreiber immer noch, die Erfahrungen aus Japan zeigten, dass AKW erdbebensicher gebaut werden können. Der GAU in Japan ist in Wirklichkeit eine Kernschmelze der Glaubwürdigkeit der offiziellen Reaktorsicherheitsexperten. Wie schon lange vermutet, haben die wirklich keine Ahnung von Risiko, Wahrscheinlichkeit und ihrem eigentlichen Thema, Sicherheit. Was wirklich in Fukushima - und weltweit - schief ging, ist, dass Behörden diesen sich gegenseitig selbst ernennenden Experten glaubten...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich konnte es nicht glauben, aber tatsächlich steht auf der Seite der AKW-Betreiber immer noch, die Erfahrungen aus Japan zeigten, dass AKW erdbebensicher gebaut werden können. Der GAU in Japan ist in Wirklichkeit eine Kernschmelze der Glaubwürdigkeit der offiziellen Reaktorsicherheitsexperten. Wie schon lange vermutet, haben die wirklich keine Ahnung von Risiko, Wahrscheinlichkeit und ihrem eigentlichen Thema, Sicherheit. Was wirklich in Fukushima &#8211; und weltweit &#8211; schief ging, ist, dass Behörden diesen sich gegenseitig selbst ernennenden Experten glaubten&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Goldman Sachs wird zum Fanal für die Finanzwelt von Peter Redlats</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/goldman-sachs-wird-zum-fanal-fur-die-finanzwelt/20100421/comment-page-1#comment-781</link>
		<dc:creator>Peter Redlats</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 12:12:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=350#comment-781</guid>
		<description>...Sie sollten einmal die Jelmoli-Aktionäre fragen, wieviel die schliesslich verloren haben weil GS-Leute aus Frankfurt den Verkaufsprozess des Immobilienportefeuilles 2007 wie die letzten arroganten Stümper durchgeführt haben... - Wir sprechen von knapp CHF 1.7 Milliarden! Aus unerfindlichen Gründen (Schmiergeld?) haben die GS-Leute damals - nach dem Ausstieg eines Hong-Kong-Chinesen aus dem finalen Bieterrennen (letzte 3 Kandidaten) - den Zuschlag einer israelischen Gruppe gegeben, die bekanntermassen zum damaligen Zeitpunkt nicht über die Equity verfügte, um den Deal über 3,65 Milliarden zu stemmen. Gleichzeitig wurde eine sehr potente englische Gruppe (ebenfalls jüdisch) mit gleichhohem Angebot und komplett präsentierter Finanzierung (mit 30% Equity) systematisch diskriminiert und ausgebootet. Kassiert haben die GS-Leute wohl trotzdem...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Sie sollten einmal die Jelmoli-Aktionäre fragen, wieviel die schliesslich verloren haben weil GS-Leute aus Frankfurt den Verkaufsprozess des Immobilienportefeuilles 2007 wie die letzten arroganten Stümper durchgeführt haben&#8230; &#8211; Wir sprechen von knapp CHF 1.7 Milliarden! Aus unerfindlichen Gründen (Schmiergeld?) haben die GS-Leute damals &#8211; nach dem Ausstieg eines Hong-Kong-Chinesen aus dem finalen Bieterrennen (letzte 3 Kandidaten) &#8211; den Zuschlag einer israelischen Gruppe gegeben, die bekanntermassen zum damaligen Zeitpunkt nicht über die Equity verfügte, um den Deal über 3,65 Milliarden zu stemmen. Gleichzeitig wurde eine sehr potente englische Gruppe (ebenfalls jüdisch) mit gleichhohem Angebot und komplett präsentierter Finanzierung (mit 30% Equity) systematisch diskriminiert und ausgebootet. Kassiert haben die GS-Leute wohl trotzdem&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Pensionskassen müssen bei der UBS Farbe bekennen von M. Schmid</title>
		<link>http://www.martinspieler.ch/pensionskassenmussen-bei-der-ubs-farbe-bekennen/20100324/comment-page-1#comment-523</link>
		<dc:creator>M. Schmid</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 18:47:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.martinspieler.ch/?p=332#comment-523</guid>
		<description>Natürlich lässt sich die UBS nicht kontrollieren. Sie ist ein internationaler Konzern. Die UBS-Führung hat nur beschränkten Spielraum bei den Boni. Das war immer klar. Das viele Investment Banker keine Konzernpatrioten sind, ist ebenfalls klar. Es sind Söldner. Und wie im Militärwesen sind sie in schlechten Zeiten wenig loyal. Ohne Zweifel gibt es Ausnahmen.
Jetzt muss die UBS entscheiden, ob sie auf solche Söldner vertrauen will. Einige von ihnen bringen viele Kunden mit. Einige bieten Dienste, die für bestehende und neue Kunden interessant sind. Einige ziehen mit ihrem Namen alleine Leute an. Man kann sagen, dass man auf diese Leute verzichten kann, weil sie keine Loyalität kennen. Daran zweifle ich. Kunden müssen gewonnen werden. Am besten gewinnt man Kunden, indem die Leistungen stimmen. Dafür benötigt man diese Söldner. Die UBS hat ein erhebliches Vertrauensproblem. Sie hat es weit mehr nötig Neukunden zu gewinnen, als andere Banken. Nur so kann sie zu altem Glanz zurückkommen. Einige Leichtfeuer wäre da nützlich.
Politisch betrachtet handeln Herr Grübel und Villiger ungeschickt. Die Reaktionen der Öffentlichkeit lässt keinen Zweifel daran. Den politischen Erwägungen stehen jedoch die Wirtschaftlichen gegenüber. Die müssen höher gewichtet werden. Fakt ist: Die Politik kann für die UBS kein Vertrauen gewinnen; kein Politiker macht sich Freunde, wenn er für die Banken einsteht; das Vertrauen lässt sich nur mit Gewinnen, Nettoneugeldzuflüssen, mit generell mehr Kunden und prestigeträchtigen Kunden gewinnen.
Mit der Décharge ist es so eine Sache. Die ehemalige UBS-Führung hat schwerwiegende Fehler begangen. Das Bedürfnis sie zur Rechenschaft zu ziehen, ist legitim. Nur könnte das der UBS weiter schaden. Neues Misstrauen könnte entstehen. Aus moralischer Sicht darf keine Décharge erteilt werden. Strategisch betrachtet, sollte es getan werden. Die politische Aufarbeitung könnte unangenehme Dinge ans Tageslicht bringen, die jedoch nur der UBS die Gelegenheit geben, gegen die ehemalige UBS-Führung vorzugehen. Geschieht das, wird es weit schwieriger sein, nicht gegen die die Ex-Führung vorzugehen, da berechtigte Ansprüche bestehen. Das könnte weitere unangenehme Fragen aufwerfen. Strategisch ist dieses Vorgehen nachvollziehbar.
Die Pensionskassen sollten ihre Stimmrechte nutzen. Ich hoffe nur, dass sie das nötige Personal haben, um sich angemessen mit jedem Unternehmen auseinanderzusetzen. Die Frage ist: Wie werden die Pensionskassen entscheiden? Schützen sie ihr Investment, oder betreiben sie Politik? Ich hoffe Erstes. Das ist der Nenner, auf den sich alle einigen können. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen für die Altersvorsorge ein. Und vor allem: Nicht alle in einer Pensionskasse haben die selbe politische Ausrichtung und die Pensionskassen werden von den Arbeitgebern ausgewählt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich lässt sich die UBS nicht kontrollieren. Sie ist ein internationaler Konzern. Die UBS-Führung hat nur beschränkten Spielraum bei den Boni. Das war immer klar. Das viele Investment Banker keine Konzernpatrioten sind, ist ebenfalls klar. Es sind Söldner. Und wie im Militärwesen sind sie in schlechten Zeiten wenig loyal. Ohne Zweifel gibt es Ausnahmen.<br />
Jetzt muss die UBS entscheiden, ob sie auf solche Söldner vertrauen will. Einige von ihnen bringen viele Kunden mit. Einige bieten Dienste, die für bestehende und neue Kunden interessant sind. Einige ziehen mit ihrem Namen alleine Leute an. Man kann sagen, dass man auf diese Leute verzichten kann, weil sie keine Loyalität kennen. Daran zweifle ich. Kunden müssen gewonnen werden. Am besten gewinnt man Kunden, indem die Leistungen stimmen. Dafür benötigt man diese Söldner. Die UBS hat ein erhebliches Vertrauensproblem. Sie hat es weit mehr nötig Neukunden zu gewinnen, als andere Banken. Nur so kann sie zu altem Glanz zurückkommen. Einige Leichtfeuer wäre da nützlich.<br />
Politisch betrachtet handeln Herr Grübel und Villiger ungeschickt. Die Reaktionen der Öffentlichkeit lässt keinen Zweifel daran. Den politischen Erwägungen stehen jedoch die Wirtschaftlichen gegenüber. Die müssen höher gewichtet werden. Fakt ist: Die Politik kann für die UBS kein Vertrauen gewinnen; kein Politiker macht sich Freunde, wenn er für die Banken einsteht; das Vertrauen lässt sich nur mit Gewinnen, Nettoneugeldzuflüssen, mit generell mehr Kunden und prestigeträchtigen Kunden gewinnen.<br />
Mit der Décharge ist es so eine Sache. Die ehemalige UBS-Führung hat schwerwiegende Fehler begangen. Das Bedürfnis sie zur Rechenschaft zu ziehen, ist legitim. Nur könnte das der UBS weiter schaden. Neues Misstrauen könnte entstehen. Aus moralischer Sicht darf keine Décharge erteilt werden. Strategisch betrachtet, sollte es getan werden. Die politische Aufarbeitung könnte unangenehme Dinge ans Tageslicht bringen, die jedoch nur der UBS die Gelegenheit geben, gegen die ehemalige UBS-Führung vorzugehen. Geschieht das, wird es weit schwieriger sein, nicht gegen die die Ex-Führung vorzugehen, da berechtigte Ansprüche bestehen. Das könnte weitere unangenehme Fragen aufwerfen. Strategisch ist dieses Vorgehen nachvollziehbar.<br />
Die Pensionskassen sollten ihre Stimmrechte nutzen. Ich hoffe nur, dass sie das nötige Personal haben, um sich angemessen mit jedem Unternehmen auseinanderzusetzen. Die Frage ist: Wie werden die Pensionskassen entscheiden? Schützen sie ihr Investment, oder betreiben sie Politik? Ich hoffe Erstes. Das ist der Nenner, auf den sich alle einigen können. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen für die Altersvorsorge ein. Und vor allem: Nicht alle in einer Pensionskasse haben die selbe politische Ausrichtung und die Pensionskassen werden von den Arbeitgebern ausgewählt.</p>
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